NEU:

Eine und Einer

 

(2020), d = 50 cm / 30 cm

Ed. 5 + II



Vor kurzem gab es Vermummungsverbote, nun ist Maskentragen Gebot der Stunde. Diesem wird in einer neuen Kleinserie Rechnung getragen. 

 

In einer Zeit von Omnipräsenz in sozialen Medien, sowie möglicher Totalüberwachung, ist dies eine Methode des "Sich-Entziehens", bei gleichzeitiger Frage nach wieviel "Bildpräsenz" ich haben kann, um als anwesend zu gelten. Diese Unschärfe zwischen anwesend und abwesend wird hier in den Fokus gerückt. 

 

Es entstehen verstörende Portraits, die mein Unbehagen mit dem Zeigen von Gesichtern durch Fotografie kommunizieren. So wurde Fotografie historisch schon früh zur Identifikation, Vermessung, usw. genutzt. Während manche Fotografiert-werden als Aufwertung erfahren, haben andere wiederum Ängste um die Kontrolle des eigenen Bildes. 

Da das Gesicht als Identifikationsmerkmal fehlt, wird der Fokus stärker auf die Kleidung als Repräsentationsmittel für Werte, Status, Rolle und Gender gelenkt. Das Portrait wirkt durch die Verschmelzungen von Pose, Kleidung und Hintergrund surreal und verstörend.